InnoTec TSS AG: Sonderausschüttung in 2018?

Solides Unternehmen mit überzeugenden Fundamentaldaten

Das Unternehmen hat in den vergangenen zehn Jahren eine sehr erfolgreiche Turnaround-Geschichte geschrieben. Unter langjähriger Führung von Dr. Gerson Link ist das Unternehmen zu einem stabilen Lieferanten guter Ergebnisse geworden. Die InnoTec TSS AG ist ein Bauzulieferer (Herstellung von Türsystemen, elastische Formen und Matrizen für Betonfassaden) und glänzt mit stabilen guten Ergebnissen. Ein Blick auf wichtige Kennziffern verdeutlicht das:

 

EK-Quote, EK-Rendite, Freier Cashflow sowie Gewinnmarge der InnoTec TSS AG als Abbildung aus anaghuba.de
Die fundamentalen Kennzahlen der InnoTec TSS AG zeichnen das Bild einen starken Unternehmens – gibt es bald eine Sonderausschüttung? (Quelle: AnaGhuba.de)

Veräußerung der Calenberg Ingenieure Anfang 2017

Anfang 2017 wurde ein Unternehmen des Konzerns (Calenberg Ingenieure GmbH) veräußert. Dieses Tochterunternehmen hat in den letzten Jahren nur wenig zum operativen Ergebnis der InnoTec beigetragen. Zudem tat sich das Unternehmen schwer weltweit gegen Wettbewerber im Markt zu bestehen und entsprechend lukrative Aufträge zu gewinnen. Man entschied sich daher das insgesamt sehr günstige Marktumfeld für Verkäufe zu nutzen und das Unternehmen zu veräußern. Dabei konnte allein durch den Verkauf ein Ergebnisbeitrag von 12,2 Mio. Euro erzielt werden. Zum Vergleich in 2016 lag der Jahresüberschuss bei 9,5 Mio. Euro! Im ersten Halbjahr ergibt sich somit ein Gewinn/Aktie von 1,77 Euro. Im Vorjahr konnte hier ein Gewinn von 0,51 Euro erzielt werden. Für das Gesamtjahr erwartet man, dass sich das Ergebnis „voraussichtlich mehr als verdoppeln“ sollte. Ausgehend von einem Ergebnis für 2016 von 1 Euro/Aktie ergibt das ein Ergebnis von deutlich über 2 Euro/Aktie. Wer das Unternehmen kennt, weiß, dass die Aussagen von Dr. Link stets sehr konservativ sind. Mehr als verdoppelt meint also, dass man deutlich über der 2 Euro Marke landen dürfte. Nimmt man das Ergebnis für H1/2017 und addiert als Schätzung das zweite Halbjahr 2016 hinzu so landet man bei einem geschätzten Ergebnis für 2017 von 2,26 Euro / Aktie.

Sonderausschüttung wahrscheinlich

Der interessante Punkt hier ist nun die Frage nach der Gewinnverwendung. Und da gibt es zwei Möglichkeiten. Die Investition in neue Beteiligungen bzw. Tochtergesellschaften oder Ausschüttung. Wobei das eine das andere nicht zwingend ausschließt. Die Wahrscheinlichkeit für eine neue Beteiligung halte ich für sehr gering. Nach eigenem Bekunden sucht man seit Jahren nach neuen Beteiligungsmöglichkeiten. Allerdings ist auf Grund der hohen Bewertungen ein solcher deal nie zustande gekommen. Ich sehe nicht, dass sich die Gesamtsituation in 2017 ändert. Im Gegenteil, die Bewertungen scheinen eher neue Höchststände zu erreichen. Dies alles führt mich zu der Überzeugung, dass wir wahrscheinlich ein Sonderausschüttung erwarten dürfen.

Fazit: Nachdem der Ergebnisanteil des Unternehmensverkaufs deutlich über 1 Euro/Aktie liegt und die übliche Dividende bei 0,50 Euro, könnte man durchaus eine Dividende von 0,50 Euro + eine Sonderausschüttung von 1 Euro erwarten. Dies würde immer noch einen Teil der Verkaufserlöse im Unternehmen belassen. Für die Aktionäre ergibt sich damit eine schöne Ausschüttung. Laut dem aktuellen Zwischenbericht dürften sowohl Umsatz als auch EBIT dieses Jahr nahezu auf Vorjahresniveau liegen – trotz des Verkaufs der Calenberg. Die 0,50 Euro Dividende der letzten beiden Jahre sollten somit auch längerfristig für die nächsten Jahre gesichert sein. Dementsprechend hat InnoTec TSS AG in meinem Dividenden-Wikifolio ESCON Global Dividends einen prominenten Platz und wird diesen auch behalten.

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